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«Breaking and Entering» – Filmdrama von Anthony Minghella, 2006
«Breaking and Entering» – Filmdrama von Anthony Minghella (2006)

Die erste Anneignung eines Hauses besteht darin, es zu sehen. Die zweite, es zu berühren, und die dritte, es zu betreten und sich darin zu bewegen. Wie diese Bewe­gungs­szenografie von­statten geht, interessiert uns als Architekten jedes Mal von Neuem.

Hohes Haus West: Vorplatz
Hohes Haus West: Vorplatz
Hohes Haus West: Eingang
Eingang mit Vordach

Man betritt den privaten Hof­raum von der Strasse her und bewegt sich beschwingt, von Baum zu Baum, über die bewegte Pflästerung auf das leicht expressive, auskragende Vordach zu. Das beleuchtete Dach, der eingezogene, seitlich gerundete Eingangsbereich, ein im Boden eingelassener Teppich und die verheissungs­volle Semi­transparenz der gerillten Gläser laden den Besucher zum Eintreten ein.

Die erste Berührung erfolgt über den von Luc Forster speziell für das «Hohe Haus West» entworfenen und gefertigten Griff aus Messing und Leder. Der Griff nimmt die Charakteristiken des Hohen Hauses im Kleinen wieder auf und wird so fast zu einer Art von Miniatur des Gebäudes.

Dann taucht man ins Gebäude­innere ein. Dämmerlicht, dunkler, geschliffener Beton am Boden, gerundete Wände. Diffus beleuchten und schweben die Leucht­körper im rosa getönten Raum. Die Filigranität des Äusseren wird auch im massiven Kern des Gebäudes wieder aufgenommen.

Hohes Haus West: Griff an der Eingangstüre
Griff von Luc Forster an der Eingangstüre
Hohes Haus West: Eingangsbereich
Eingangsbereich

Das Hochhaus erfordert ge­trennte räumliche Erschlies­sungen für den Lift und die Fluchtreppe. Das Neben­einander der beiden Erschliessungs­systeme, nur durch eine Verglasung getrennt, erlaubt die indirekte Belichtung des zentralen Erschliessungs­raumes über den aussen­lie­genden Treppenraum.

Hohes Haus West: Erschliessung
Erschliessungssituation
Hohes Haus West: Eingangshalle
Eingangshalle
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Die beiden aneinander­grenzen­den Erschliessungsräume werden athmosphärisch ganz unter­schiedlich umgesetzt. Im Liftvorraum als repräsentativem Zugang zu den Wohnungen, zeigt sich der Beton in seiner ganzen, weichen Eleganz. Das Treppenhaus hingegen wird ganz der konstruktive Rohheit des Betons überlassen. Rote Leuchten und eine rotes Metall­geländer signalisieren «Feuerwehr» und markieren den Flucht­weg.

Markus Wetzel, ein in Berlin lebender Schweizer Künstler, überlagert die Rohheit des Betons im Treppenhaus mit seinen Markierungen.

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Kunst am Bau

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Kunst am Bau von Markus Wetzel
MFH Winkelriedstrasse


Das Treppenhaus

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Altersheim Kalchbühl, Zürich: Umbau eines Altersheimes von Armin Meili aus den späten 1950er Jahren.
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Einfamilienhaus in Zollikon

Grundriss Wohnung

Haus zur Stiege, Bürglen
Haus zur Stiege, Bürglen: Durchstossen der verschiedenen Schichten des Hauses