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Standbild aus dem Film «The Shining» des Regisseurs Stanley Kubrick, 1980
Standbild aus dem Film «The Shining» von Stanley Kubrick (1980)

Durch die hellseherischen Fähigkeiten von Danny, dem Filmsohn von Jack Nicholson, geraten die Zeitebenen im Horrorfilm «The Shining» völlig durcheinander. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Realität und Illusion, Wirklichkeit und Schein – alles beginnt sich zu vermischen.

Hochhaus-Seebahnstrasse-55
Hochhaus Seebahnstrasse 55 in Zürich, A.E. Bosshard (1957)
Hochhaus Schmiede Wiedikon, Werner Stücheli (1957)
Hochhaus Schmiede Wiedikon, Werner Stücheli (1957)
Hohes Haus West, 2013
Hohes Haus West, 2013
Verunsichert fragen sich oft Passanten oder Quartier­bewohner beim Anblick des «Hohen Hauses» an der Weststrasse in Zürich, ob dieses Haus schon immer da war und es einfach nicht wahr­genommen wurde –  im Niemandsland rund um die einst sehr laute und abgasreiche Transitstrasse. Das hören wir nicht ungern, zeigt es doch, dass es gelungen ist das neue Haus in einer selbst­ver­ständli­chen Art und Weise ins Quartier zu integrieren und sich das «Hohe Haus West» in Ausdruck und Volumetrie mit den anderen hohen Häusern aus den 1950er und 1960er Jahren vernetzt.

Hohes Haus West: Blick von der Werdstrasse
Hohes Haus West: Blick von der Werdstrasse
Hochhäuser in Zürich Wiedikon
Hochhäuser in Zürich Wiedikon
Im Quartier Wiedikon setzten diese «Hohen Häuser» (ab 25m Höhe wird in Zürich ein Haus zum Hochhaus) im sonst sehr homogenen Blockrandquartier markante städtebauliche Akzente an Einfallsachsen und Plätzen und markieren stolz die neuen städtischen Schwer­punkte der 1950er und 1960er Jahre im Gründerzeit­quartier. Eine grossräumige Umfahrung Zürichs über den neugebauten Autobahnring im Westen der Stadt ermöglichte 2009 die Rückführung der fast 40 Jahre als Transitkorridor miss­brauchten Weststrasse in eine bewohnbare Quartierstrasse.

Wir versuchten das Hohe Haus West einerseits mittels seiner Höhenentwicklung und Volumetrie an die Tradition und das Netz der hohen Häuser im Quartier anzuknüpfen, ander­seits über seinen Fussabdruck in die ortsübliche Block­rand­bebauung einzubinden. Das Haus stellt sich zwischen den Platz- und Hofraum um die seit fast einem Jahrhundert brachliegende, namenlose Platzanlage und den aufgebrochenen Baublock mit einem Hohen Haus zu akzentuieren und räumlich abzuschliessen.

Feine Volumenrückstaffelungen markieren den Übergang vom Gründerzeitlichen Blockrand zum neuzeitlichen Solitär.

Jahrhundertwende-Wohnhaus in Zürich
Jahrhundertwende-Wohnhaus in Zürich
Winkelried
Mehrfamilienhäuser «Felix & Regula», Zürich (2012)
«Fremd und doch so vertraut» scheinen auch die zwei Mehrfamilienhäuser «Felix & Regula» am Zürichberg, welche wir 2012 fertiggestellt haben. Die verglasten, feingliedrigen Veranden der gründerzeitlichen Stadthäuser werden zu modernen Wohnveranden, welche den Ausdruck der Häuser prägen.

Vorgängerbau Haus zur Stiege
Vorgängerbau Haus zur Stiege
Haus Stiege, Bürglen
Haus Stiege, Bürglen (2002)
Das Wohnhaus «Zur Stiege» transformiert das vertraute Volumen und die traditionelle Konstruktion eines bäuerlichen Blockbaus – beziehungsweise eines Strickbaus – in eine moderne Holzkonstruktion.

Collage Industriegebäude Letzibach
Collage Industriegebäude Letzibach
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Wohnüberbauung Letzibach, Zürich; mit Adrian Streich Architekten (2013)
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Die Wohnüberbauung Letzibach in Zürich Altstetten, welche wir mit dem Büro Adrian Streich Architekten gewonnen und 2014/15 fertiggestellt haben, nimmt die einheitlichen Hallenbauten der Schweize­rischen Bundesbahnen zwischen dem Gleisfeld und der Hohlstrasse zum Ausgangs­punkt um aus einer flachen, hallenartigen Basis aus Dienst­leistungs­nutzungen das Wohnen in Türmen zu entwickeln und den Rhythmus und die Materialität der identitäts­stiftenden Strassen­bebauung weiterzuführen.

Die Überbaung Letzibach in Zürich löst die vom Vorbild übernommene massive Klinkerfassade in eine moderne gefügte Fassade auf. Das Prinzip der Fügung ist in den vor die Tragstruktur gehängten Betonelementen nachvoll­zieh­bar.