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2017
Projektinfos

Selektiver Projektwettbewerb: 2013 (1. Preis)
Fertigstellung: 2017
Bauherrschaft: Privat
Mitarbeit Wettbewerb: Didier Oskam, Philipp Metzger
Mitarbeit Ausführung: Seraina Merz (Projektleitung), Joel Héritier, Tiziana Schirmer, Fanni Müller
Landschaftsarchitektur: Schmid Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
Holzbauplanung: Pirmin Jung Ingenieur für Holzbau AG, Rain
Bauleitung: Widmer Partner Baurealisation AG, Zug

Das Projekt sieht einen Ersatzneubau vor, der in seiner Grundstruktur und seinem Wesen der traditionellen Typologie entspricht. Ein neues Holzhaus mit drei Wohnungen ersetzt das bestehende Bauernhaus der Hofstatt Moos. Als Element der Permanenz soll dabei das bestehende Kellergeschoss aus Bruchsteinen erhalten und der neue Baukörper in Holz als wesensgleiches Volumen aufgesetzt werden. Der Ersatzneubau nimmt in der Struktur und im Ausdruck Elemente des bestehenden Gebäudes auf und transformiert sie zu einem zeitgenössischen Wohnhaus.

Das Wohnhaus wird wie das bestehende Bauernhaus im Grundriss in zwei symmetrische Hälften unterteilt. Die Westhälfte wird als eine Wohneinheit genutzt, die Osthälfte in zwei übereinander liegende Wohneinheiten unterteilt. Alle Wohnungen werden in traditioneller Art und Weise jeweils über die traufseitigen Holzveranden erschlossen, die gleichzeitig grosszügiger und luftiger Aussenraum der beiden unteren Wohnungen sind. Die obere Wohnung erhält südseitig eine in den Baukörper eingeschriebene Laube unter dem Dach.

Innenräumlich nimmt das Haus im Grundriss die tradierte Kammerung eines parallel geteilten Zuger Bauerhauses mit einem durchgehenden Quergang auf.  Im Schnitt wird dieses im Bereich der Erschliessung zugunsten eines grosszügigeren Raumerlebnisses aufgebrochen und das Haus in seiner ganzen Höhe bis unter das Dach erlebbar.

Das Bruchsteinmauerwerk des bestehenden Sockels wird minimal Instand gesetzt und als Auflager für das neue Holzhaus ausnivelliert. Aufgesetzt wird ein dreigeschossiger Holzständerbau mit Hohlkastendecken.