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2007
Projektinfos

Projekt: 2003–2007
Bauherrschaft: Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
Projektleitung: Ulrike Traut
Bauleitung: Bosshard Partner AG, Zürich; Marcel Mathe

Das Altersheim Wollishofen wurde von Armin Meili als dreiteilige Anlage – zwei Wohnflügel und ein verbindender Quertrakt – konzipiert. Der Quertrakt wird durch das Entfernen von Zwischenwänden in seiner ganzen Länge erfahrbar gemacht. Eine lange Eingangshalle führt nun vom gedeckten verbreiterten Eingang an der Kalchbühlstrasse am südlichen Gartenhof vorbei bis zum dreigeschossigen Westflügel. Die beiden bestehenden Wendeltreppen und in den Travertinplattenbelag eingelassene Parkettfelder in Nussbaum gliedern den Raum in verschieden gestaltete Aufenthaltsinseln; die Cafeteria, die Lounge, die Briefkastenanlage. Der Quertrakt wird ähnlich einer Hotellobby zum neuen Treffpunkt im Altersheim. Entlang dieser Raumfolge reihen sich die verschiedensten Nutzungen und Angebote für die Heimbewohner: Empfang, Buffet, Therapie, Pedicure, Coiffeur, Bibliothek und Andachtsraum.

Die frei in der Eingangshalle stehenden Wendeltreppen inszenieren das gegenseitige Sehen und Gesehen werden. Durch das Anbringen von Oblichtern über den Wendeltreppen, durch das Orientieren der Halle zum Garten und zur Strasse und das Weglassen der abgehängten Holzdecke, soll der heute eher bedrückenden und beengenden Atmosphäre entgegengewirkt werden. Die Installationen kommen in die Schrankschicht entlang der Eingangshalle zu liegen. Die beiden zusammenschaltbaren Mehrzweckräume werden im Erdgeschoss in der südlichen Hälfte des zweigeschossigen Wohnflügels untergebracht und sind direkt von der Eingangshalle erreichbar. Die Personalräume werden in der nördlichen Hälfte zu einer Einheit zusammengefasst.

Die Räume des Quertrakts orientieren sich zu einem nordwärts-, die Eingangshalle zu einem südwärtsgerichteten Hof. Ein grosses Pflanzfeld wird durch einen umlaufenden Rahmen aus gegossenen Betonfeldern gefasst, der sich im Südhof zu einem Sitzplatz erweitert und im Nordhof als Rundgang genutzt werden kann. Das unmittelbar vor den Fenstern liegendene Pflanzfeld verbindet den Innenraum mit dem Garten und schafft Distanz zwischen den Sitzgelegenheiten im Gebäudeinnern und den Aussensitzplätzen.