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2016
Projektinfos

Projektwettbewerb auf Einladung: 2015 (1. Preis)
Bauauftraggeberschaft: Wohnbaugenossenschaft Luzern
Mitarbeit Planung: Thomas Rutishauser (Projektleitung), Ruzena Senoldova, Madleina Fischer, Lucas Michael, Tamara Prader
Mitarbeit Wettbewerb: Lucas Michael, Fanni Müller, Michael Nötzli
Landschaftsarchitektur: Schmid Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
Visualisierungen: © Nightnurse Images, Zürich

Die bestehende Siedlung (Teilgebiet B & C) aus den 1930er Jahren soll quartier- und mieterverträglich über einen Zeitraum von 10 Jahren ersetzt und verdichtet werden. Wir schlagen aufgrund dieser vorgefundenen ortsbaulichen Qualitäten vor die modernisierten Ersatzwohnbauten auf den bestehenden und vertrauten Bebauungsmustern und Aussenräumen aufzubauen und so zu einer organischen Weiterentwicklung des Quartieres beizutragen.

Die an den Rändern des Baufelds B entlang der Strassen aufgereihten Einzelbaukörper verschiedenen Zuschnitts spielen einen grossen Innenraum frei. Dieser wird – ähnlich dem Hof des Bestandes – zum Ort der Gemeinschaft und der Identität. Die im Vergleich zum Bestand kleinteiligere Struktur bewirkt eine stärkere Verwebung mit dem Strassenraum und eine Annäherung an die Körnung der umliegenden Bebauung.

Die Häuser haben den Hauptzugang und die Adresse an der Strasse. Grosszügige Eingangsbereiche, Vorgärten, Veloabstellplätze und mit einem grossen Solitärbaum markierte Durchgänge zum Hof gliedern den Strassenraum. Der Ausdruck der Fassaden ist – auch in Erinnerung an die bestehende Bebauung – einfach gehalten. Verputzte Fassadenflächen und raumhohe französische Fenster strukturieren die Baukörper. An den Ecken der grösseren Häuser zeigt sich der verglaste Wohnraum der bis zum Hof reicht. Zum Hof hin werden die Volumen im Grundriss und Schnitt bewegter. Der Aussenraum wird geprägt durch die gestaffelten Küchen- und Balkonkörper, die den zum Hof orientierten Wohnhallen vorgelagert sind. Der Hofraum wird durch eine Beetstruktur gegliedert und weitet sich in der Mittelachse zu einer bewegten Fläche mit Platzcharakter. Ein unregelmässiger Baumhain mit mittelgrossen Obst- und Zierbäumen zentriert den Hof auch in der Vertikalen.