Direktauftrag: 2023, in Planung
Bauauftraggeberschaft: privat
Mitarbeit: Lea Frauenfelder
Der zweigeschossige Baukörper bildet zur Zumikerstrasse, zum südlichen Garten und dem bestehenden Gartenteich zwei volumetrisch ruhige Kopfseiten aus. In die Grundstückstiefe staffelt sich der Gebäudekörper ab und unterteilt das Grundstück in eine gemeinschaftliche Ankunftsseite und eine zum Wald orientierte privatere Gartenseite. Die beiden Aussenbereiche erhalten durch Zugangswege, neu gepflanzte Zierbäume, drei Aussentreppen und Küchenerker auf der Eingangsseite und durch auskragende Veranden, Rasenflächen und einen markanten Bestandsbaum auf der Gartenseite ihre ganz spezifischen Raumqualitäten.
Der Garten wird mittels Grünflächen und Bäumen bis an die Zumikerstrasse weitergeführt. Im Vorgartenbereich leiten einzelne, in die Grünfläche eingelegte Fahrspuren zu den fünf erdgeschossigen, hinter grossen Schiebetoren versteckten Autoabstellplätzen.
Gewohnt wird an der Zumikerstrasse 38 nicht im Mehrfamilienhaus sondern fast wie im Reihenhaus mit eigenem Zugang direkt vom Garten. Die erdgeschossigen Wohnungen sind direkt von den Gartenwegen erschlossen. Die Wohnungen in den Obergeschossen erreicht man jeweils über eine eigene Gartentreppe. Vorspringende Cockpitküchen und weit auskragende Veranden vernetzen den kleinteiligen Gebäudekörper und den Innenraum der Wohnungen beidseitig mit dem umliegenden Garten.
Zueinander verschobene, tragende Wände formen den durchgestecken Wohnraum in einen Essbereich, eine Mittelzone - welche im Obergeschoss mit einem Oblicht belichtet wird - und einen Wohnbereich. Strukturell ist das Mehrfamilienhaus als Holzbau gedacht, welcher auf einem minimalen betonierten Untergeschoss und Fundamenten steht. Die Holzstruktur bestehend aus Stützen und Trägern wird ausgefacht mit nichttragenden Lehmsteinwänden, welche dem leichten Bau Masse verleihen und für ein angenehmes Raumklima sorgen. Ergänzt wird die Struktur durch eine sichtbare Holzrippendecke.

















