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2017
Projektinfos

Selektiver Projektwettbewerb: 2013 (1. Preis)
Fertigstellung: 2017
Bauherrschaft: Privat
Mitarbeit Wettbewerb: Didier Oskam, Philipp Metzler
Mitarbeit Ausführung: Jonas Ringli (Projektleitung), Urs Meili, Michael Nötzli, Joel Héritier, Tiziana Schirmer, Fanni Müller, Felix Büttner
Landschaftsarchitektur: Schmid Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
Bauleitung: Widmer Partner Baurealisation AG, Zug

Die Wohnüberbauung «Moos» liegt am Siedlungsrand von Cham und ist aufgeteilt in drei aneinandergrenzende Teilgebiete. Diese befinden sich in verschiedenen Bauzonen (W1 und W2, Landwirtschaftszone) und grenzen an unterschiedliche Nachbarschaften (Einfamilienhäuser, Landschaftsraum, Hofstatt mit Nebengebäuden). Auf diese unterschiedlichen Ausgangslagen wird jeweils mit einer gebietsspezifischen Bebauungsstrategie und ganz unterschiedliche Wohnungstypen reagiert. Über die durch die Baukörper gebildeten Aussenräume und die Umgebungsgestaltung verbinden sich die beiden Teilgebiete 1 und 2 zu einem zusammenhängenden Siedlungsraum. Die identitätsstiftende Aussenraumfolge entlang der Mugerenstrasse findet einen qualitätvollen Abschluss im neuen Baumplatz. Der Baumplatz wird zur Drehscheibe, wo die bestehenden Flur- und Wiesenwege mit der Quartiererschliessung kurzgeschlossen werden.

Für die verschiedenen Teilgebiete und die insgesamt 69 Mietwohnungen wurden spezifische Wohnungstypen entwickelt.

Teilgebiet 1: Patio- und Terrassenwohnen (18 Mietwohnungen)

Die Wohnungen im Teilgebiet 1 sind im Vergleich zum Teilgebiet 2 etwa 10% grösser und in einem etwas gehobeneren Preissegment angesiedelt. Die zwölf erdgeschossigen 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen sind autonom über ihren eigenen südseitigen Vorgarten erschlossen. Um einen eigenen innenliegenden geschützten Patio entwickelt sich der grosszügige zum Wohnen, Essen oder Kochen nutzbare Wohnbereich. Vielseitige Sichtbezüge verbinden den Patio mit den Innenräumen zu einem Raumkontinuum. Die sechs Terrassenwohnungen im Attikageschoss sind über drei Aussentreppen direkt erschlossen. Der grosszügige Tagesbereich und eine grosse Südterrasse spannen sich um die abgesenkten Patios der Erdgeschosswohnungen. Pflanzbereiche auf den Dachterrassen, tiefe Fenstersimse und Sonnendächer schützen den Patio der unteren Wohnungen vor Einblick. Alle Wohnungen verfügen über ein aussenliegendes und natürlich belichtetes Badezimmer, das direkt von den angrenzenden Schlafzimmern zugänglich ist und über einen eigenen wohnungsinternen Wäscheturm. Im Untergeschoss über die Aussentreppen erreichbar befinden sich die Kellerabteile und Autoabstellplätze.

Die Fassaden sind aus grob verputztem Einsteinmauerwerk und vorgehängten vorfabrizierten Betonwinkeln ausgebildet. Im Innern kontrastieren die freigestellten Sichtbetonscheiben mit den verputzen Innenwänden.